Fallstudie für methodische Softwarearchitektur
Aquarius, ein umfassendes Bewertungssystem für Kunstschwimmen, bietet trotz der überschaubaren Aufgabenstellung einige architektonische Herausforderungen.
Über diese Fallstudie
Die Herausforderung: Wettkämpfe im Figurenschwimmen erfordern sofortige, präzise Bewertungen von mehreren Offiziellen gleichzeitig - doch ausgerechnet Schwimmbäder haben notorisch schlechtes WLAN. Gleichzeitig müssen Startnummern eindeutig vergeben, persönliche Daten der teilnehmenden Kinder geschützt und alle Bewertungen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die Lösung: Aquarius kombiniert offline-fähige Mobile-Apps für Kampfrichter mit einem cloud-synchronisierten Wettkampf-Management-System. Kampfrichter können auch ohne Netzverbindung bewerten, die Daten werden automatisch synchronisiert sobald Konnektivität besteht. Die Web-Anwendung ermöglicht Organisatoren die zentrale Verwaltung von Teilnehmern, Figuren-Katalogen und Ergebnissen.
Reale Komplexität: Aquarius adressiert typische Herausforderungen verteilter und interaktiver Systeme:
- Desktop-/Web-Anwendungen für Organisation und Administration,
- GDPR-Compliance für Kinder-Daten,
- atomare Startnummern-Vergabe unter Nebenläufigkeit,
- Historisierung trotz evolvierender Figuren-Kataloge,
- Split-Brain Problem bei Netzwerk-Partitionierung der Kampfrichter-Apps
- Benutzbarkeit auch für Laien, selbsterklärende Workflows, fehlertolerante Eingaben sind essentiell für den Einsatz in der Praxis.
Didaktischer Wert: Aquarius dient als umfassende Fallstudie für Software-Architektur-Schulungen und demonstriert praxisnahe Herausforderungen moderner Systeme.


